Kritische Infrastrukturen stehen zunehmend vor der Aufgabe, ihre digitale und physische Widerstandsfähigkeit zu stärken. Neue europäische und österreichische Regelungen wie NIS2 und das RKEG erhöhen den Handlungsdruck auf Organisationen in Bereichen wie Energie, Wasser, Verkehr, Gesundheit, Logistik und digitale Infrastruktur.
Während sich NIS2 vor allem auf die Cyber- und Informationssicherheit konzentriert, rückt das österreichische RKEG die physische Resilienz kritischer Einrichtungen stärker in den Mittelpunkt. Dazu gehört auch die Frage, wie wichtige Standorte, technische Anlagen und Zugänge gegen unbefugten Zutritt, Vandalismus, Diebstahl oder Sabotage geschützt werden können.
Besonders herausfordernd sind dabei abgelegene, temporäre und unbemannte Standorte. Umspannwerke, Solarparks, Wasseranlagen, Lagerflächen oder Bau- und Erweiterungsprojekte lassen sich nicht immer mit festen Sicherheitssystemen oder permanentem Wachpersonal absichern. Mobile Videoüberwachung kann hier eine flexible Ergänzung innerhalb eines umfassenderen Sicherheits- und Resilienzkonzepts sein.
In diesem Artikel erklären wir, was NIS2 und RKEG bedeuten, welche Rolle die physische Standortabsicherung spielt und wie Kooi Unternehmen bei der Überwachung kritischer, abgelegener und unbemannter Standorte unterstützen kann.

Was bedeutet NIS2?

NIS2 ist eine europäische Richtlinie zur Verbesserung der Cybersicherheit in kritischen und wichtigen Wirtschaftsbereichen . Sie betrifft unter anderem Organisationen aus den Bereichen Energie, Verkehr, Gesundheit, Wasser, digitale Infrastruktur, Produktion, Lebensmittel, Abfallwirtschaft sowie Post- und Kurierdienste.
Betroffene Organisationen müssen ihre Risiken strukturiert bewerten und geeignete technische, operative und organisatorische Sicherheitsmaßnahmen treffen. Dazu gehören beispielsweise Incident-Management, Business Continuity, Zugangskontrolle, Lieferkettensicherheit und die Meldung erheblicher Sicherheitsvorfälle.

Warum physische Sicherheit bei NIS2 eine Rolle spielt

Typische physische Risiken und ihre möglichen Folgen:

Bereich Mögliches physisches Risiko Mögliche Auswirkung
Technische Räume Unbefugter Zutritt oder Manipulation Störung oder Ausfall betriebswichtiger Systeme
Energieversorgung Beschädigung, Diebstahl oder Sabotage Unterbrechung der Stromversorgung und des Systembetriebs
Server- und Netzwerkstandorte Physischer Zugriff, Feuer oder Vandalismus Verlust der Verfügbarkeit, Integrität oder Vertraulichkeit
Abgelegene Anlagen Unbemerkter Zutritt oder gezielte Beschädigung Verzögerte Reaktion und mögliche Betriebsunterbrechung

Warum physische Sicherheit eine Rolle spielt

Der Schwerpunkt von NIS2 liegt auf der Sicherheit von Netzwerk- und Informationssystemen. Auch deren physische Umgebung kann jedoch entscheidend sein. Unbefugter Zutritt, Diebstahl, Sabotage oder die Beschädigung technischer Anlagen können den Betrieb kritischer Systeme direkt beeinträchtigen.

Besonders bei abgelegenen oder unbemannten Standorten sollten deshalb auch Zugänge, technische Einrichtungen und betriebswichtige Anlagen in die Risikobewertung einbezogen werden. Mobile Videoüberwachung kann helfen, verdächtige Aktivitäten frühzeitig zu erkennen und eine strukturierte Alarmbearbeitung zu ermöglichen.

De huidige bovenkant is dus een goede basis, maar alles vanaf de oude Spaanse H2 moet eruit en worden vervangen door het Duitse vervolg.

Infrarood UFO
Infrarood UFO

Was bedeutet das österreichische RKEG?

Das Resilienz kritischer Einrichtungen-Gesetz , kurz RKEG, soll die Widerstandsfähigkeit von Einrichtungen stärken, die für wesentliche gesellschaftliche und wirtschaftliche Funktionen notwendig sind. Es ist die österreichische Umsetzung der europäischen Richtlinie über die Resilienz kritischer Einrichtungen.
Während NIS2 vor allem die Sicherheit von Netzwerk- und Informationssystemen behandelt, berücksichtigt das RKEG ein breiteres Spektrum an Risiken . Dazu gehören unter anderem Naturereignisse, Unfälle, Sabotage und gezielte Angriffe, die den Betrieb einer kritischen Einrichtung beeinträchtigen können.

Was bedeutet das für betroffene Einrichtungen?

Als kritisch eingestufte Einrichtungen müssen ihre individuellen Risiken bewerten und geeignete Maßnahmen zum Schutz ihrer wesentlichen Dienstleistungen treffen. Dazu können unter anderem folgende Bereiche gehören:
  • Schutz von Gebäuden, Außenflächen und technischen Anlagen
  • Kontrolle von Zufahrten und sensiblen Bereichen
  • Erkennung und Bearbeitung von Sicherheitsvorfällen
  • Vorbereitung auf Betriebsunterbrechungen und Krisensituationen
Welche Maßnahmen konkret erforderlich sind, hängt von der Funktion der Einrichtung, den vorhandenen Risiken und den möglichen Auswirkungen eines Vorfalls ab.

Welche Standorte sind besonders schutzbedürftig?

Besonders relevant sind Standorte, die abgelegen, unbemannt oder nur zeitweise genutzt werden. Ein Sicherheitsvorfall kann dort lange unbemerkt bleiben und wichtige Betriebsprozesse beeinträchtigen.

Energie und Versorgung Umspannwerke, Solarparks, Windparks und Pumpstationen.
Industrie und Produktion Technische Anlagen, Außenlager und sensible Produktionsbereiche.
Logistik und Lagerung Fahrzeugdepots, Lagerflächen, Zufahrten und Distributionsareale.
Bau und Erweiterung Temporäre Bau-, Wartungs- und Erweiterungsbereiche.

Entscheidend sind immer die Funktion des Standorts, das konkrete Risiko und die möglichen Folgen eines Vorfalls.

Wie unterstützt Kooi bei der physischen Standortabsicherung?

Kooi unterstützt Unternehmen bei der Überwachung abgelegener, temporärer und unbemannter Standorte. Mobile Kamerasysteme können gezielt an Zufahrten, Grundstücksgrenzen und besonders gefährdeten Bereichen eingesetzt werden.

Schnell einsatzbereit Mobile Systeme können kurzfristig an gefährdeten Bereichen positioniert werden.
Flexible Standortabdeckung Die Überwachung kann an veränderte Zufahrten, Bauphasen oder Risikobereiche angepasst werden.
24/7 überwacht Auffällige Aktivitäten werden rund um die Uhr erkannt und durch eine professionelle Leitstelle geprüft.
Festgelegte Alarmbearbeitung Bei einem bestätigten Alarm wird nach der zuvor vereinbarten Alarmbearbeitungs- und Interventionsprozedur gehandelt.

Gemeinsam wird geprüft, welche Bereiche besonders gefährdet sind und welche Kamerapositionen und Systeme zur jeweiligen Standortsituation passen.

Mobile Videoüberwachung kann eine physische Sicherheitsmaßnahme innerhalb eines umfassenderen Risiko- und Resilienzkonzepts sein. Kooi bietet keine vollständige NIS2- oder RKEG-Umsetzung und keine Rechtsberatung.

AT team

Welche Standorte benötigen zusätzlichen Schutz?

Betreiben Sie abgelegene, unbemannte oder temporäre Standorte? Gemeinsam prüfen wir, welche Bereiche besonders gefährdet sind und wie mobile Videoüberwachung zu Ihrer physischen Standortabsicherung beitragen kann.

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